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Das Urteil zu Istighatha, Istiana und Tawassul

Imam Zahid al-Kawthari (Übersetzt von: Asma) / 07.01.2016

Frage:

Was ist das Urteil zu Istigatha, Istiana und Tawassul im Islam?

Antwort:

Lasst uns hier ein Wort zu der Thematik von Istighatha und Istiana hinzufügen.

Zu Beginn: Beide befinden sich auf der selben Ebene [das heißt, sie teilen sich die gleiche Regelung], da in dem Hadith, gefunden in al-Bukhari, welche die Fürsprache betrifft, gesagt wird:

"Sie werden Hilfe erbitten [Istighatha] bei Adam (Alayhissalam) dann bei Musa (Alayhissallam) dann bei Muhammad (SallAllahu alayhi wa sallam)…“

Dies beweist, dass es zulässig ist, die Formulierung von Istighatha im gleichen Sinne zu verwenden, in dem Tawassul benutzt wird. Bezüglich des Hadithes:

"Hilfe wird nicht von mir erbeten (la yusaghathu bi).“

In der Sammlung von al-Tabarani, seine Kette beinhaltet (Abdullah bin) Lahaya, und wir haben seinen Status in unserem Buch al-Ishfaq erklärt, somit kann er nicht im Widerspruch zum [anderen] authentischen Hadith stehen.

Mit Hinblick auf den Hadith, welcher besagt:

"Wenn du Hilfe erbittest, dann erbitte Hilfe von Allah (ta’ala) ..."

So bedeutet es:
"Wenn du Hilfe von jemandem ersuchst, die den Sinn der Unterstützung hat, dann ersuche Hilfe zur Erleichterung bei Allah in all deinen Angelegenheiten - und das steht in Übereinstimmung mit der wörtlichen Bedeutung des Hadith, damit der Muslim nicht den Einen vergisst, welcher Ermöglicher der Mittel ist, wenn er Hilfe durch eines dieser Mittel ersucht. Nehmt das Beispiel vom Umar (RadiyAllahu Anh), der Regen durch al-Abbas (RadiyAllahu Anh) erbat. Als er um Regen bat, vergaß er nicht zu sagen: „Oh Allah, schicke uns Regen.“ Das ist der islamische Charakter.

Wenn wir den Hadith nicht in dieser Weise verstehen, wären wir dazu verpflichtet, ihn weit hergeholt bildlich zu interpretieren und dies würde zahlreichen Quran-Ayah und Ahadith widersprechen, die zu viele wären, als dass man sie hier alle erwähnen könnte. Folglich würde es keinen Sinn machen, zu erwägen, dass das Wort „wenn“ in diesem Hadith „Jedes Mal“ bedeutet, vielmehr, Bezug nehmend auf die Sprachlogiker, wird es als Ausdruck von Ihmal (Unklarheit im Bezug auf das Maß einer Angelegenheit) angesehen, deswegen hat der Gegner überhaupt nichts daran woran er sich klammern könnte in seiner Beweisführung.

Hinzufügend kann man den Fakt nennen, dass das Pronomen im Singular verwendet wird und den Fakt, dass die Elite - und sicherlich gehört ibn Abbas zu ihnen - dazu ermutigt haben, Hilfe einzig vom dem Einen zu erbitten, welche der Ermöglicher der Mittel ist (Allah ta’ala).

Bezüglich der Worte des Erhabenen: "Dich allein beten wir an und Dich allein bitten wir um Hilfe.“ (al-Fatiha:5) ist es im Kontext der Anbetung und der Führung zu sehen, wie es veranschaulicht wird durch den Kontext der Verses als auch durch die Reihenfolge der Wörter, genau wie an anderen Stellen, an welchen das Wort erscheint - und dies ist ein passender Weg des Ansprechens bei persönlichen Hilfeersuchen – so dass es nicht die normalen und üblichen Wege und Mittel, welche in diesem weltlichen Leben verwendet werden verneint.

Unser enger Freund, der Gelehrte und Autor zahlreicher hervorragender Werke, der große Meister: Scheich Muhammed Husnayn al-Adawi al-Maliki, leistete goßartige Arbeit, indem er zahlreiche Bücher schrieb, welche die falschen Vorstellungen der Taymiyyun (die engstirnigen Nachfolger von Sheykh Ibn Taymiyya) bezüglich Tawassul zurückweisen. Durch seine hervorragend Untersuchung von Fakten, seine ordentliche und angenehme Art der Komposition [seiner Werke] und seine erhöhte Stellung im Wissen über alle Schuyukh der Gegner, durch die Übereinstimmung der Leute des Wissens, durch das alles, war er dazu in der Lage, die Dunkelheit zu verdrängen, die eingedrungen war.

Mit Hinblick auf die Angelegenheit des Hörens der Menschen in den Gräbern und dessen Verständnis, wurde der offenkundigste Beweis zu dessen Unterstützung von dem Hadith- Gelehrten Abdul Hayy al-Luknawi in seinem Buch „Tadhkirat al-Rashid“ erbracht. Bezüglich der Worte des Gepriesenen: „Und ihr könnte die Toten nicht hörend machen“, gemäß der prüfenden Gelehrten, ist dies mit Hinblick auf die Polytheisten gemeint. Dies wurde überprüft, also schenkt den Fehlern der Fehlerhaften keine Beachtung.

Quelle(n):

www.ahlu-sunnah.de:
www.ahlu-sunnah.de

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